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boeschung_02

boeschung_02

Formal wird dabei eine künstlerische Haltung sichtbar, die nicht nur den Begriff von Schönheit provokativ demonstriert, sondern auch das Moment des Transgressiven als Erkenntnisprinzip situiert: Vom Trivialen zum Künstlerischen, vom Ornament zum Bild, erarbeitet Hannah Stippl eine Bildkomposition, die wesentlich durch die Verfahrensweise der Serialität ihren avancierten Charakter zum Vorschein bringt.
link Text Carl Aigner

böschung_02, Serie, Aquarell & Gouache auf Papier, 56 x 76 cm
Und weil auch eine Malerei, so subtil sie auch immer ist, erst dann zur Kunst wird, wenn sie da im rechten Augenblick richtig reagiert. Claude Monet hat in einer Zeit der industriellen, technischen und nationalstaatlichen Euphorie im Europa vor dem ersten Weltkrieg – Blumen gemalt. Und zwar so, dass sie sich beim Näherkommen in nichts als Farbe auflösen.
Hannah Stippl macht es ganz umgekehrt. In einer Zeit der wissenschaftlichen wie gesellschaftlichen Frustration inmitten eines zwischen Einigungs- und nationalistischen Separationsbestrebungen zerrissenen Europa malt auch sie Blumen, aber so, dass man zunächst nichts als diffuse Farbe sieht und erst beim Herantreten exakte schablonenhaft applizierte Blumenarrangements erkennt.
link Text Martin Praska